Die Arbeitskreise der GBM
Die Arbeitskreise der GBM tragen im wesentlichen zur inhaltlichen Arbeit der Gesellschaft bei.
Wenn Sie als Mitglied Interesse an der Mitarbeit in einem der Arbeitskreise haben, so schreiben Sie bitte eine Email an die Geschäftsstelle oder an den Sprecher des Arbeitskreises. Wir freuen uns über eine aktive Beteiligung.
Liste der Arbeitskreise
Sprecher
Prof. Dr. Jürgen Alves
Med. Hochschule Hannover
Inst. f. Biophysik. Chemie, OE 4350
Carl-Neuberg-Str. 1
D - 30625 Hannover
Tel.: 0511-5323703
Fax: 0511-5325966
alves@bpc.mh-hannover.de
Aufgaben/Ziele/Mitarbeit
Das Angebot an Studienmöglichkeiten in Deutschland befindet sich derzeit in einer Umbruchphase. Zum Einen erfordert die Umwandlung angestammter Diplom- in Bachelor/Master-Studiengänge eine Neustrukturierung und zum Teil inhaltliche Neugestaltung. Zum Anderen wird im Zuge dieser kürzeren Studiengänge eine inhaltliche Fokussierung möglich, die zu immer mehr Neuentwicklungen und neuen Namengebungen führt. Der Arbeitskreis Studium Molekularer Biowissenschaften sieht sich als ein Forum innerhalb der GBM, in dem Organisation, Lehrinhalte und Prüfungsverfahren entsprechender Studiengänge in Deutschland diskutiert und weiterentwickelt werden. Neben Stellungnahmen zu Fragen der Studienausgestaltung (s.u.) ist ein wichtiges Ziel des Arbeitskreises, den interessierten Kolleg(inn)en, Student(inn)en und auch Schüler(inne)n eine Übersicht über die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Studiengänge zu vermitteln und somit einen Beitrag zu Entscheidungen über den Studienort bei Aufnahme oder Wechsel eines Studiengangs zu leisten. Zur Erreichung dieses Ziels wird vom Sprecher eine Übersicht über die Studiengänge Molekularer Biowissenschaften erstellt und gepflegt. Derzeit gibt es in Deutschland 41 Universitäten an 37 Standorten, die eigenständige Studiengänge im Bereich der molekularen Biowissenschaften anbieten (47 Bachelor- und 51 Master- Studiengänge sowie noch 1 Diplom-Studiengang).
Weitere Infos
Empfehlung der GBM für die Betreuungsrelation in Praktika naturwissenschaftlicher Studiengänge
Zur Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland
(Umfassende Linkliste des Deutschen Bildungsservers)
Empfehlung der GBM zur Einrichtung von Bachelor- und Master-Studiengängen der Fachrichtung Biochemie
Ein besseres Verständnis der Biochemie und Molekularbiologie in der Öffentlichkeit ist das Ziel unserer Arbeit, ein breiter gesellschaftlicher Dialog über die Perspektiven biowissenschaftlicher Forschung unser Anliegen.
Sprecher
Dr.rer.nat. Petra Schling
Universität Heidelberg
BZH - Koordination Lehre
Im Neuenheimer Feld 328
D - 69120 Heidelberg
Tel.: 06221-544162
Fax: 06221-544163
petra.schling@bzh.uni-heidelberg.de
Stellvertretender Sprecher
Prof. Dr.med. Matthias Müller
Universität Freiburg
Biochemie und Molekularbiologie
Stefan-Meier-Str. 17
D - 79104 Freiburg i. Br.
Tel.: 0761-2035265
Fax: 0761-2035274
matthias.mueller@biochemie.uni-freiburg.de
Aufgaben/Ziele/Mitarbeit
Die universitäre Lehre im Fach Biochemie, einem der drei großen Grundlagenfächer in der vorklinischen Ausbildung, trägt eine maßgebliche Verantwortung für die heutige und zukünftige Qualität der Human- und Zahnmedizin. Nur ein fundiertes naturwissenschaftliches Verständnis grundlegender Lebensvorgänge befähigt praktizierende und wissenschaftlich tätige Ärzte, eigenverantwortlich diagnostische Maßnahmen einzuleiten, medikamentöse Strategien anzuwenden und ihre Patienten über Krankheitsursachen, Untersuchungsverfahren, Therapie-Alternativen und Ernährungsfragen mit dem erforderlichen Sachverstand aufzuklären. Ebenso erfordert die Teilnahme an klinischen Studien und die kritische Interpretation von Forschungsdaten naturwissenschaftliche Grundkenntnisse.
Mit In-Kraft-Treten der neuen Ärztlichen Approbationsordnung, sowie durch zahlreiche Reformbestrebungen in der medizinischen Ausbildung hat in den letzten Jahren - gerade im Fach Biochemie - zunehmend ein Wandel von der naturwissenschaftlich theoretischen Wissensvermittlung hin zur Vermittlung klinisch praktisch orientierter Inhalte stattgefunden. Die Vermittlung von essentiellen Grundlagen der Biochemie und der wissenschaftlichen Denkweise drohen dabei in den Hintergrund einer ausschließlich am Erwerb von praktischer Berufsbefähigung orientierten Ausbildung gedrängt werden.
Der Arbeitskreis "Biochemie in der Medizin" will eine Plattform zum Informations- und Meinungsaustausch aller an der Biochemie-Lehre in medizinischen Fächern beteiligten Dozenten sein. In diesem Forum sollen aktuelle Entwicklungen in der Organisation, den Lehrinhalten und der Prüfungsverfahren dieser Studiengänge diskutiert und mitgestaltet werden. Interessenten, die aktiv an der Ausgestaltung der Biochemie-Lehre in Human- und Zahnmedizin mitwirken wollen, sind jederzeit herzlich willkommen. Der Arbeitskreis trifft sich mindestens einmal jährlich im Rahmen des Mosbacher Kolloquiums der GBM zu einem persönlichen Dialog und der Koordination weiterer Aktivitäten.
Weitere Infos
Stellungnahme "Biochemie ohne Moleküle?" (Juni 2010)
Positionspapier "Belastung durch mündliche Prüfungen nach der ÄAppO vom 27.06.2002" (April 2010)
Stellungnahme "Forschung und Lehre Biochemie in der Medizin" (November 2006)
Sprecher
Dr.rer.nat. Tim Hucho
MPI für Molekulare Genetik
Molecular Human Genetics
Ihnestr. 73
D - 14195 Berlin
Tel.: 030-84131243
Fax: 030-84121383
hucho@molgen.mpg.de
Aufgaben/Ziele/Mitarbeit
Ja, auch nach dem Studium und der Doktorarbeit ist der Sprung vom Erdenwurm an den Sternenhimmel der Wissenschaft noch nicht geschafft. Allerdings hört zu diesem Zeitpunkt abrupt die Unterstützung der Alma Mater auf. Doch der Bedarf an Information, Feedback und Tipps ist bei PostDocs und jungen Arbeitsgruppenleitern immens. Habe ich als Neuling eine Chance auf einem heiß umkämpften Thema zu reüssieren? Ist meine Nische eine dunkle Sackgasse? Wie manage ich eine Arbeitsgruppe? Habilitation, Stipendien- und Antragsdschungel, 1000 internationale Meetings und noch immer kein eigener Vortrag…
Die Probleme sind vielfältigst aber zumeist nicht neu. Und genau hier kann eine nationale Gesellschaft wie die GBM Elementares leisten. Die rund 5500 Mitglieder stellen einen Erfahrungsfundus dar, der wohl auch auf die abseitigste Frage Antwort finden kann. Darüber hinaus bieten Studiengruppen und nationale Symposien die ideale Bühne, den eigenen Text zu üben, das wissenschaftliche Profil zu schärfen und Kollaborationspartner sowie Doktoranden und PostDocs zu rekrutieren. Jedoch, dieses Hilfestellungspotential der GBM für Nachwuchswissenschaftler ist bisher nur schwer nutzbar.
Charmanter Weise zeichnen sich Nachwuchswissenschaftler nicht nur durch ihre Hilfsbedürftigkeit aus. Viele kommen aus den renommiertesten Laboren der Welt und bringen neueste technologische und inhaltliche Ansätze mit sich. Durch die zunehmende Enge im akademischen Flaschenhals reichern sich zudem hochmotivierte junge Wissenschaftler an, die mit Verve in die Wissenschaftsgesellschaft drängen. Durch verstärkte Sichtbarkeit gilt es diesen Fundus seinerseits für die hier bereits Etablierten zugänglich zu machen, sei es, um Zusammenarbeiten mit dankbaren Neulingen zu initiieren, sei es um z.B. den eigenen Fachbereich um neue Kollegen zu bereichern.
Auf dem Mosbacher Kolloquium im März 2008 wurde der Arbeitskreis Nachwuchswissenschaftler gegründet und mit einer großzügigen Spende der Peter und Traudl Engelhorn Stiftung bedacht. Ziel ist die Rekrutierung und Unterstützung von Postdocs und Nachwuchsgruppenleitern. Gezielt sollten Postdocs und neue AG-Leiter angesprochen und für die GBM gewonnen werden. Ferner sollen auf GBM Herbsttagungen verstärkt neue Arbeitsgruppen sichtbar gemacht werden. Internetforen und die Homepage des AK Nachwuchswissenschaftler sollen zudem neue Arbeitsgruppen in den Fokus der wissenschaftlichen Wahrnehmung rücken und Postdocs mit Informationen über Förder- bzw. Karrieremöglichkeiten versorgen. Und zum vereinfachten Austausch soll die Mitgliederliste der GBM nicht mehr nur nach Namen sondern auch nach Schlüsselwörtern durchsuchbar gemacht werden. Dies kann aber nur ein Anfang sein. Wichtig wird die Unterstützung schon bestehender Förderprogramme und Strukturen auch in den Studiengruppen sein. Wir hoffen daher auf rege Teilnahme am Aufbau dieses Arbeitskreises.
Für die Beteiligung an der Diskussion über Aufgaben und Ziele des AKs sowie zum ungezügelten Informationsaustausch über Förderprogramme, Do's and Don'ts in der Wissenschaft, sowie um "anonym" Fragen an die Institutionen zu stellen steht unter www.researchgate.net das Forum "Nachwuchswissenschaftler in Deutschland (NiD) - Das Forum" zur Verfügung.
Tim Hucho, Harald Seitz, Tobias Schmid, Thomas Wollert